
LEGO-LKW mit eingebauten Funktionsfehlern: Der LKW fährt nicht, kippt nicht oder lenkt nicht. Schüler:innen arbeiten im Team mit einem Azubi, untersuchen die Mechanik, finden Fehlerquellen und überlegen Lösungswege.

Schüler:innen ziehen eine Karte mit einem Begriff aus dem Ausbildungs- und Berufskontext (z. B. Sicherheit, Verantwortung, Präzision, Zukunft, Nachhaltigkeit). Gemeinsam mit einem Azubi entwickeln sie aus Fischer-Tips ein Modell, das diesen Begriff möglichst treffend darstellt. Anschließend erläutern sie kurz ihre Idee und übertragen den Begriff in einen konkreten Berufsalltag.

Industrie-Rolle als reales technisches Bauteil: Die Teilnehmenden untersuchen gemeinsam mit einem Azubi eine professionelle Industrie-Rolle. Ziel ist es, die Rolle vollständig zu demontieren – ohne sie zu beschädigen – und ihren Aufbau technisch zu verstehen. Als Hilfsmittel steht ausschließlich ein Schraubenzieher zur Verfügung. Dabei gilt es genau zu prüfen: Ist die Rolle verschraubt? Gibt es Klick- oder Steckverbindungen? Lassen sich Bauteile durch gezielten Druck lösen? Die Demontage erfolgt strukturiert und nachvollziehbar. Alle Teile werden geordnet abgelegt. Wenn die Zeit ausreicht, wird die Rolle wieder funktionsfähig montiert. Reicht die Zeit nicht, übernimmt das nächste Team die Montage – ein fließender Prozess wie im realen Arbeitsalltag. Das Format ist als technischer Escape-Room konzipiert: Nicht Geschwindigkeit allein zählt – sondern Systemverständnis, Präzision und sauberes Arbeiten.

Vom ersten Strich bis zum fertigen Werkstück: In diesem Aktionsfeld entwickeln die Teilnehmenden im Team eine eigene Form oder ein Symbol, übertragen diese Skizze auf Sperrholz oder stabile Pappe und setzen sie mit einer Dekupiersäge präzise um. Vor Beginn erfolgt eine Sicherheitseinweisung. Schutzbrille ist verpflichtend, lange Haare werden zusammengebunden, Schmuck wird abgelegt oder gesichert. Der sichere Umgang mit Maschine und Material ist fester Bestandteil des Lernprozesses. Das Format verbindet kreative Gestaltung mit technischer Umsetzung. Nicht Geschwindigkeit entscheidet – sondern Genauigkeit, Konzentration und sauberes Arbeiten. Das Ergebnis ist unmittelbar sichtbar: Aus einer Idee entsteht ein reales Objekt.

Jugendliche arbeiten gemeinsam mit Azubis an einer Drechselbank und gestalten aus einem Holzrohling ein kleines Werkstück. Im Team wird überlegt, welche Form umgesetzt werden kann und wie die Arbeitsschritte aussehen. Die Azubis begleiten den Prozess, unterstützen bei Planung und Umsetzung und sorgen gemeinsam mit den Jugendlichen für die Einhaltung der Sicherheitsregeln (Schutzbrille, Haare binden, Schmuck ablegen).

Im Aktionsfeld Vision Board setzen sich Jugendliche gemeinsam mit Azubis mit drei zentralen Fragen auseinander: Was begeistert mich? Welche Werte sind mir wichtig? Was motiviert mich? Diese Themen werden nicht abstrakt diskutiert, sondern konkret sichtbar gemacht – durch kurze Texte, ausgewählte Karten oder gebaute Symbole (z. B. mit Fischer-Tips). Die Azubis begleiten den Prozess mit offenen Fragen und nutzen die Ergebnisse als Gesprächsgrundlage für einen interessenbasierten Austausch über Ausbildung, Arbeitsfelder und persönliche Perspektiven. Das Vision Board dient damit als Einstieg in echte Gespräche, nicht als Bewertung oder Beratung.

Im Aktionsfeld Coding-Challenge programmieren Jugendliche gemeinsam mit Azubis den Lernroboter BOLT und steuern ihn gezielt über ein markiertes Spielfeld. Ausgehend von einer klaren Aufgabenstellung planen die Teams eine Route, übersetzen diese in Programmierbefehle und testen ihre Lösung direkt im realen Ablauf. Fehlversuche gehören bewusst dazu: Der Roboter reagiert exakt auf das, was programmiert wurde – nicht auf das, was gemeint war. Dadurch entsteht ein unmittelbares Verständnis für Logik, Struktur und Präzision. Die Azubis begleiten den Prozess als Sparringspartner:innen, stellen klärende Fragen und geben Impulse, ohne Lösungen vorzugeben. Das Spielfeld wird so zum Erfahrungsraum für algorithmisches Denken und kooperative Problemlösung.

Jugendliche erhalten drei geometrische Elemente, die jeweils eigenständige Formen darstellen. Die Aufgabe besteht darin, aus genau diesen drei Teilen sechs unterschiedliche Ziel-Formen zu legen. Die Ziel-Formen sind als einfache Schattenriss-Skizzen vorgegeben. Gemeinsam mit den Azubis analysieren die Jugendlichen: Welche Drehung oder Spiegelung ist möglich? Welche Kanten können sinnvoll aneinandergelegt werden? Welche Kombination passt zur vorgegebenen Silhouette? Die Elemente werden ausprobiert, verschoben, neu angeordnet und miteinander verglichen. Azubis und Jugendliche besprechen gemeinsam mögliche Herangehensweisen, formulieren Annahmen und entwickeln im Austausch Lösungswege. Im Fokus steht das strukturierte Denken unter klaren Rahmenbedingungen.

Im Aktionsfeld Sand-Logistik-Challenge steuern Jugendliche gemeinsam mit Azubis einen ferngesteuerten Bagger und einen LKW auf einer offenen Sandfläche. Ziel ist es, Material effizient zu verladen und zu transportieren – mit möglichst wenigen Fahrten und möglichst wenig Streuverlust. Vor der Umsetzung entwickelt das Team eine Strategie: Wie viele Schaufeln ergeben eine optimale Ladung? Wie werden Rollen verteilt? Wie kann der Ablauf verbessert werden? Die Challenge verbindet Planung, Technikverständnis und Teamkoordination in einem realitätsnahen Logistik-Szenario. Nicht Geschwindigkeit allein entscheidet – sondern Struktur, Abstimmung und Optimierung im Prozess.

Im Aktionsfeld Soma-Würfel arbeiten Jugendliche gemeinsam mit Azubis an einer klassischen, aber anspruchsvollen 3D-Konstruktionsaufgabe. Sieben unterschiedlich geformte Bauteile – bestehend aus mehreren verbundenen Würfeln – müssen so kombiniert werden, dass am Ende wieder ein vollständiger Würfel entsteht. Was zunächst einfach wirkt, entwickelt sich schnell zu einer echten Denk-Challenge: Flächen passen – aber in der Tiefe entsteht eine Lücke. Ein Teil scheint richtig – blockiert jedoch die letzte Lösung. Die Jugendlichen drehen, kippen, analysieren und diskutieren mögliche Varianten. Azubis begleiten den Prozess mit Impulsfragen wie: „Was passiert, wenn ihr das größere Element zuerst setzt?“ „Denkt ihr gerade in Fläche oder im Raum?“ „Welche Teile schränken euch am meisten ein?“ Im Mittelpunkt steht nicht Geschwindigkeit, sondern Struktur, Strategie und gemeinsames Durchdenken. Das Aktionsfeld macht sichtbar: Komplexe Probleme lösen sich selten durch Zufall – sondern durch systematisches Vorgehen.

Teilnehmende ordnen typische Teamaufgaben den vier Teamdimensionen Struktur, Umsetzung, Ideen und Menschen zu und erkennen, welche Rollen für funktionierende Zusammenarbeit notwendig sind.

Im Aktionsfeld Nagelprobe versuchen Jugendliche gemeinsam mit Azubis mehrere Zimmermannsnägel auf dem Kopf eines einzelnen Nagels zu balancieren. Zusätzliche Hilfsmittel sind nicht erlaubt. Durch Ausprobieren und genaues Beobachten entwickeln die Teams eine tragfähige Anordnung. Entscheidend ist zu verstehen, wie sich Gewicht, Druck und Balance zwisch Die Aufgabe macht physikalische Prinzipien unmittelbar erfahrbar.en den Nägeln verteilen. Im Fokus stehen Analyse, Geduld und gemeinsames Problemlösen.

Im Aktionsfeld Tangram arbeiten Jugendliche gemeinsam mit Azubis in einer Kommunikations-Challenge. Zwei Personen sitzen oder stehen Rücken an Rücken. Eine Person sieht eine farbige Tangramfigur auf dem Vorlagenblatt, die andere hat nur die Tangramteile vor sich. Die Figur muss allein über Sprache so beschrieben werden, dass sie gelegt werden kann. Formen, Größen, Lagen und Beziehungen der Teile werden Schritt für Schritt erklärt. Am Ende wird die gebaute Figur mit der Vorlage verglichen. Die Aufgabe macht sichtbar, wie wichtig präzise Kommunikation für technische Zusammenarbeit ist.

Im Aktionsfeld Leonardos Brücke bauen Jugendliche gemeinsam mit Azubis aus Holzstäben eine selbsttragende Brücke. Es dürfen keine Nägel, Schnüre oder Kleber verwendet werden. Die Konstruktion hält allein durch die geschickte Anordnung der Stäbe. Das Team untersucht, wie sich die Elemente gegenseitig stabilisieren. Verschiedene Anordnungen werden ausprobiert, angepasst und erneut geprüft. Fehlversuche gehören bewusst zum Lösungsweg. So wird erfahrbar, wie Stabilität aus Struktur und Zusammenspiel entsteht.

Teilnehmende sichern gemeinsam eine „Ladung“ mit Gurten und müssen diese koordiniert stabilisieren. Ziel ist es, durch Abstimmung und Struktur ein sicheres Ergebnis zu erreichen.